USB-Oszilloskop SainSmart DDS-120 unter Windows 10 (64 Bit) mit OpenHantek

Einrichtung des USB-Oszilloskops DDS-120 von SainSmart unter Windows 10 (64 Bit) und grundlegender Funktionstest mit OpenHantek6022. (Update 28.01.2021)

Vor einigen Tagen ist mir mein vor etlichen Jahren günstig erstandenes Oszilloskop zum Anschluss an den USB-Port (kein eigenes Display) vom Typ SainSmart DDS-120 in die Hände gefallen. Da ich es seit vielen Jahren nicht mehr verwendet hatte, wollte ich einmal ausprobieren, ob ich es unter Windows 10 (64 Bit) ins Laufen bekomme und falls ja, wie denn so die grundlegende Performance ist.

Vorab: Die dem Gerät beigelegte CD mit Software und Treibern hatte ich nicht mehr und was ich so im Netz gelesen habe, soll die dazugehörige Oszilloskop-Anwendung unter Windows 10 auch gar nicht erst funktionieren. Da ich in den vergangenen Jahren als Lab Manager und Prüftechniker beruflich viel mit "Oszis" aus dem professionellen Bereich (Tektronix, LeCroy, R&S) zu tun hatte und einigen Komfort gewohnt war, fand ich die Software persönlich auch wirklich schlecht ;-). Also musste eine andere Lösung her.

Nach einiger Recherche im Netz und etlichem Herumfummeln am PC (Treiber usw.) ist es mir dann auch tatsächlich gelungen, die Software OpenHantek 6022 mit dem DDS-120 zu verbinden und einige grundlegende Messungen durchzuführen.

Und hier nun das Rezept zur Inbetriebnahme:
Zutaten:
Zubereitung:
  1. Zuerst sollte das DDS-120 an einem USB-Port (>= 2.0) des PC angeschlossen werden. Nach einiger Zeit sollte Windows eine Meldung ausgeben, dass ein Gerät installiert wurde, dass entweder aber keine Treiber dafür gefunden wurden oder dass es als USB-Gerät erkannt wurde (scheint je nach Firmwarestand des DDS-120 unterschiedlich zu sein). Bei mir z.B. hat das nach dem Erkennen durch Windows so ausgesehen:

  2. Wird nun die OpenHantek-Software gestartet, scheint das Oszilloskop erst einmal erkannt zu werden (zumindest war das bei mir so). Es wird in der Liste angezeigt und es wurde auch offenbar eine neue Firmware auf dem Gerät installiert. Danach aber ging es erst einmal nicht mehr weiter:

  3. Nun kommt Zadig ins Spiel. Nach dem Abbrechen des OpenHantek-Dialogs über "Close" wird Zadig gestartet und der WINUSB-Treiber für das unbekannte Gerät installiert:

    Nach erfolgreicher Installation des Treibers sollte es nun so aussehen:

  4. Nach Schließen des Zadig-Dialogs und Neustart von OpenHantek sollte das Oszilloskop nun korrekt erkannt werden und auch sogleich ein Fenster die Messwerte an den beiden Kanälen des Oszilloskops anzeigen und fortwährend aktualisieren:

    Hier zeigt sich dann auch schon, dass bei mir ein DC-Offset von über 200 mV an beiden Kanälen angezeigt wird. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Kanäle offen oder kurzgeschlossen sind. Recherchen haben ergeben, dass Offset und andere Kalibrierwerte mit Hilfe irgendwelcher Python-Skripte ermittelt und in der OpenHantek-Software wohl auch verwendet werden können, aber da Python nicht gerade zu meinen besten Freunden gehört (wer hat sich diese dämliche Leerzeichen/Tab-Einrückung für Codeblöcke einfallen lassen?), ist das ein Thema für einen späteren Zeitpunkt...

Nachdem ich das Oszi nun überhaupt erst einmal unter Windows 10 ins Laufen bekommen habe, werde ich im nächsten Teil über meine ersten Messversuche berichten. So long, take care! Und bleibt gesund!


(Update 28.01.2021):
Messungen haben ergeben, dass es je nach Einstellung der Samplerate zu Abweichungen von 10% im Zeitbereich kommen kann. Nach Filen eines Bugs auf GitHub hat sich gezeigt, dass es offenbar an einem Programmierfehler in der Software lag. Die Messungen, die ich bereits begonnen hatte, werde ich dann mit der gefixten Version wiederholen. Kann ein wenig dauern...
Quelle: https://github.com/OpenHantek/OpenHantek6022/issues/154



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