Unser Aquarium

Da mein Sohn sich schon lange sehr für Fische interessiert, habe ich ihm jetzt ein kleines Süßwasseraquarium mit Schnecken, Guppys und Zwergsaugwelsen eingerichtet.

Ich selbst bin nicht unbedingt ein Pferde-, Hunde- oder sonstwie Tierflüsterer, aber mein Sohn ist da anders gestrickt, Und da er schon länger ein Aquarium haben wollte, habe ich mich schlussendlich erbarmt, mich näher mit dem Thema beschäftigt und ein kleineres Aquarium gekauft und eingerichtet.

Ich habe mich für ein 84l-Komplettset (Eheim aquaproLED 84) mit Innenfilter, Heizung und LED-Beleuchtung entschlossen und, nachdem ich festgestellt hatte dass keiner meiner Schränke sowohl groß als auch eben genug dafür war, auch noch das passende Untergestell dazu beschafft. Flugs noch Mehrfachsteckdose, Zeitschaltuhr und Personenschutzschalter (Werbung) (RCD/FI) für die Steckdose besorgt, und so hatte ich erst einmal alles zusammen.

Der Auf- und Zusammenbau des Aquariums war (für einen absoluten Anfänger in dem Thema) ein eher steiniger Weg und selbst mit dem Unterschrank hatte ich so meine Schwierigkeiten, obwohl ich ein recht geübter Ikea-Möbel-Schrauber bin. Irgendwann war es aber doch geschafft, und das Abenteuer Wasserwelt konnte beginnen…

Ich habe dann gemäß Anleitung und vielen Recherchen im Netz das Becken mit Bodensubstrat (war wohl unnötig, aber schadet bisher auch offenbar nicht), Kies, Wasser, Bakterienstartkulturen (Aquastart) und dem wohlbekannten blauen Zeug von Tetra (AquaSafe) befüllt sowie einige Kunstpflanzen und größere (Lava)-Steine drapiert.

Nachdem mein Sohn wenige Tage später schon ungeduldig danach fragte, wie es denn nun weiterginge, fuhr ich am Wochenende mit ihm zum örtlichen Hornbach-Baumarkt, da dieser mir von einem aquariumserfahrenen Arbeitskollegen empfohlen wurde. Dort wurde mir aber trotz der ganzen Aqua-Tinkturen davon abgeraten, so schnell schon Fische einzusetzen (was ich mir vorher bereits gedacht aber für mich behalten hatte, da mein Sohn mir eh selten glaubt), sodass wir mit zwei Schnecken wieder nach Hause geschickt wurden. Diese haben wir dann langsam ins Becken eingesetzt, wo sie sich bisher gut halten. Ich weiß nicht mehr genau, von welcher Art sie sind, mir war es nur wichtig, dass ich meinen Junior nicht so arg enttäuschen musste und dass die Tiere sich nicht vermehren, da die Eier oder Larven Brack- oder Salzwasser benötigen. Wahrscheinlich sind es Geweihschnecken, obwohl ihre „Geweihe“ eher moderat ausfallen:

Anfangs hatten sie wohl Hunger, da sie fleißig an den Scheiben des Beckens herumgeknabbert hatten (oder wie auch immer man das bei einer Radula nennt), aber inzwischen kriechen sie eher den Boden entlang oder sind tagelang gar nicht zu entdecken.

Eine Woche später fuhren wir dann wieder hin in der Hoffnung, endlich auch „richtige“ Fische zu bekommen. Und wir wurden nicht enttäuscht: drei Guppys und zwei Zwergsaugwelse (leider waren nicht mehr da, da muss ich noch ein paar nachkaufen, da sie größere Gesellschaften mögen) wechselten den Besitzer. Nachdem wir sie dann über Stunden ans Beckenwasser gewöhnt hatten, durften sie endlich ins Aquarium, wo sie sich dann auch gleich einmal hin und her flitzend alles genau angeschaut hatten.

Mittlerweile haben sie sich offenbar alle gut eingelebt, die Welse sind ruhige, unauffällige (um nicht zu sagen oft unsichtbare) Gesellen, die nur ab und an mal kurz wie der Blitz durchs Becken schießen und sich ansonsten irgendwo im unteren Bereich des Aquariums festsaugen. Ähnlich ist es bei den Schnecken (bis aufs Flitzen, das ist etwas gemächlicher). Die Guppys hingegen sind sehr munter, immer unterwegs. Es kommt mir sogar so vor, als würden sie in froher Erwartung zur Frontscheibe schwimmen, sobald einer von uns in die Nähe kommt. Fehlt nur noch, dass sie an uns hochspringen und uns das Gesicht ablecken 😉 Und sobald ich den Futterdeckel öffne, kommen sie nach oben angeflitzt. Da sag mir nochmal einer, bei den Fischen ist nur Wasser im Kopf!

Als nächstes werde ich mich wohl darum kümmern, noch weitere Welse hinzuzusetzen. Und auch darum, dass der Nachwuchs bei seinem Aquarium etwas mehr selbst macht als nur Betrachten 😉

Ich weiß nicht, ob aus mir ein ernsthafter Aquarianer wird, aber interessant, beruhigend und schön finde ich die kleine Wasserwelt schon 🙂

Was jetzt für den Bastler in mir noch fehlt, ist irgendwas automatisches. Ein Futterautomat mit ESP32 und Servo; eine automatische Messung der Wasserqualität; was weiß ich. Na, mal sehen…